Wir trainieren jetzt immer so! Das Schlüsselerlebnis.

Wir trainieren jetzt immer so! Das Schlüsselerlebnis.

Wie kam es eigentlich zur Gründung von fitdankbaby®? Hier lest ihr das Schlüsselerlebnis aus der Sicht von Rebecca.

Sommer in Berlin. Ich begleite meinen Mann zu einer geschäftlichen Fortbildung. Er, Betriebsratsvorsitzender eines großen Unternehmens, sitzt den ganzen Tag im Seminar. Ich derweil genieße die Wärme des kleinen Babykörpers auf meiner Brust, während ich auf der Terrasse des schicken Hotels einen Kaffee trinke. Der kleine Mann ist knapp drei Monate alt – natürlich sind wir mitgefahren. Wir können nicht genug von dem neuen Lebewesen bekommen. Noch schläft er viel – zumindest tagsüber und ich lasse meine Gedanken schweifen. Wie wird es weitergehen? Werde ich wieder in der Werbeagentur arbeiten, in der zuletzt gearbeitet habe? Oder soll ich das gerade erst abgebrochene Studium nicht doch zu Ende machen? Meine Tanzkurse werde ich nach den Sommerferien wieder übernehmen, langsam wieder einsteigen. Aber davon leben? Der kleine Mann schmatzt und quakt ein bisschen. Er hat wohl Hunger – und nichts anderes zählt für diesen Moment. Vielleicht kann ich einfach nur Mutter sein.

Der nächste Tag ist regnerisch. Spazierengehen verschiebe ich auf später. Ich erkunde das Hotel. Hm, mit Sauna wird es wohl schwierig werden. Aber eine kleine Trainingseinheit im Fitnessstudio müsste drin sein. Ich packe das Baby in eine Decke, werfe mich in Sportklamotten und betrete etwas zaghaft den kleinen Fitnessraum. Tatsächlich ist noch ein weiterer Gast auf dem Laufband. Wahrscheinlich noch vor seinem nächsten Geschäftstermin. Er sitzt an der Beinpresse und schaut erst mich und dann das Baby entgeistert an. Ich nicke nur höflich und betrete das Laufband. Das Baby liegt zufrieden daneben. Komisch – eigentlich war ich immer gerne im Fitnessstudio, aber natürlich ohne Kind. Wenn ich so drüber nachdenke, habe ich auch nie ein Baby im Studio gesehen. Und wenn der jetzt schon so pikiert guckt... Aber eigentlich stört das doch keinen, oder? Wie machen das eigentlich die anderen Mütter? Da werde ich mal nachfragen.

Ich laufe nur wenige Minuten, dann fängt das Baby aus heiterem Himmel an zu brüllen. Ich springe vom Gerät, stecke ihm den Schnuller in den  Mund und laufe weiter. Der Schnuller ist sofort wieder draußen – das wird so nichts. Ich nehme meinen Sohn auf den Arm und gehe mit ihm ein paar Meter. Er beruhigt sich nur wenig. Sch... Das sieht nach einer Stillpause aus. Etwas frustiert setze ich mich in eine Ecke und lege ihn an. Die Decke habe ich drüber. Trotzdem verlässt der Beinpressenmann kopfschüttelnd den Raum. Ich komme mir doof vor, schüttle aber zurück.

Der Kleine ist satt und zufrieden. Jetzt liegt er wieder auf meinem Bauch. Ich mache ein paar Beinübungen auf der Matte. Das klappt. Dann lege ich ihn mir auf die Beine und schaukle ihn darauf leicht hin und her. Er wiegt zwar nicht viel, aber für mein derzeitiges Fitnesslevel merke ich sein Gewicht trotzdem. Und da lacht er. Er lacht das erst Mal so richtig. Nicht dieses Engelslächeln der ersten Wochen, dieser Reflex. Nein, er lacht richtig. Erst grinst er, dann kommt ein Glucksen aus seiner Kehle, wie ich es noch nie gehört habe. Ich schaukle nochmals – er lacht wieder. Ich schaukle vor und zurück und hin und her, ich lache, er lacht, wir lachen beide und vergessen ist der Beinpressenmann. Es gibt nur uns.

Mittags esse ich gemeinsam mit meinem Mann. „Ich muss dir unbedingt etwas zeigen!“ sage ich und wir gehen auf unser Zimmer. Dort lege ich das Baby wieder auf meine Unterschenkel, genau wie vorher im Fitnessraum. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er mit seinem Alter noch nicht weiß, was jetzt passiert. Aber als ich mit den Beinen wippe und ihn anlache, lacht er zurück. Dieser Moment ist unbeschreiblich. Auch mein Mann hört dieses Lachen zum ersten Mal. Dieses Lachen, das uns in den darauffolgenden Monaten immer wieder Kraft gibt und Liebe spüren lässt. Ich erzähle auch vom Beinpressenmann und der Schwierigkeit, mein Training zu absolvieren, die sicher auch die anderen Mamas kennen. Und da sagt mein Mann: „Aber du hast doch gerade die Lösung gefunden!“ „Wie meinst du?“ „Naja, dann ist das Baby jetzt eben dein Sparringspartner. Ihr trainiert jetzt immer so!“